Sehenswertes
Die Ferienregion Kemer besteht aus mehreren kleinen Ortschaften und erstreckt sich über eine Länge von ca. 35 km im Olympos Beydağları-Nationalpark. Die Küstenstraße westlich von Antalya führt etwa 40 km durch Nadelwälder, entlang des imposanten Taurusgebirges mit seinen fast 3000 m hohen Gipfeln, das die überwältigende Kulisse dieser Region bildet. Nördlich von Kemer erreicht man zunächst die Badeorte Beldibi und Göynük und schließlich das einstige Fischerdorf Kemer. Weiter im Süden, Richtung Finike, schließen sich neben den Ferienorten Kiris, Camyuva und Tekirova auch einige historisch bedeutende Stätten an. Der moderne Yachthafen Park Marina Kemer verfügt über mehr als 200 Liegeplätze, einen Supermarkt und einige Restaurants. Unweit des Hafens befindet sich der Yörük Park, eine Art Freilichtmuseum, in dem man einen Einblick in das Leben der Nomaden bekommt. Mit Zelten wurde ein Nomadenlagerplatz nachgebaut, auf dem durch Puppen einige Szenen nachgestellt sind. Die Besucher haben die Möglichkeit, einige typische Spezialitäten wie Saraçböreği (=Teigtasche) zu probieren.
Idyros
In der Nähe des Yachthafens von Kemer beginnend, können die Ruinen der antiken Stadt Idyros besichtigt werden. Auf dem Hügel befindet sich der Beobachtumsturm der alten Römer. An der Küste kann man eine Kirche der byzantinischen Epoche sehen.
Beldibi-Höhle
Die Beldibi-Höhle liegt in der Nähe des gleichnamigen Ortes, an der Küstenstraße Kemer – Antalya, 16 km nördlich von Kemer und 21 km von Antalya. Beeindruckend sind vor allem die vermutlich im 7. Jh. v. Chr. entstandenen Höhlenmalereien. Weitere prähistorische Funde wie beispielsweise Schalen aus Keramik sind im Archäologischen Museum von Antalya ausgestellt.
Ruinen von Phaselis
Die in der Antike bedeutende Hafen- und Handelsstadt mit ihren drei Buchten liegt inmitten von Nadelwäldern etwa 15 km südlich von Kemer und 55 km westlich von Antalya. Da die Ausgrabungen noch nicht besonders weit fortgeschritten sind, ist man auf die Vermutung angewiesen, dass die lykische Stadt im 7. Jh. v. Chr. von Griechen gegründet wurde und fast 200 Jahre lang, bis Alexander der Große 334 v. Chr. in Phaselis einzog, unter persischer Herrschaft stand. Wie die Nachbarstadt Olympos fiel auch das einst reiche Phaselis im 1. Jh. v.Chr. in die Hände von Piraten, konnte aber einige Jahre später von Pompejus befreit werden. Die meisten Ruinen in Phaselis stammen aus römischer und byzantinischer Epoche. Eine von Gebäuderesten flankierte, stellenweise 24 m breite, gepflasterte Straße verbindet den Nordhafen mit dem Südhafen. An ihrem südlichen Ende steht eine 114 n. Chr. zu Ehren Kaiser Hadrians errichtete Toranlage. Ebenfalls anlässlich eines Besuches des römischen Kaisers im 2. Jh. n. Chr. wurde die Agora erbaut, auf der sich die Ruinen einer byzantinischen Kirche befinden. Entlang der Straße kann man die gut erhaltenen Überreste eines antiken Dampfbades sowie einige Gebäudereste besichtigen.
Sehenswert sind ferner ein von Norden nach Süden verlaufendes römisches Aquädukt sowie ein kleines, im 2. Jh. n. Chr. erbautes Amphitheater. Heute finden im Amphitheater Kunst- und Kulturveranstaltungen statt.
Entfernung von Belek: Ca. 100 km
Entfernung von Side: Ca. 130 km
Beycik
Auf einer Höhe von etwa 800 m liegt das Dorf Beycik, das über die Küstenstraße Kemer – Finike zu erreichen ist. Das landschaftlich reizvoll gelegene Beycik ist besonders wegen seines angenehmen Klimas Anziehungspunkt für Erholungssuchende und Wanderfreunde. Von Beycik aus werden Bergtouren auf den 2360 m hohen Tahtalı Dağı angeboten.
Ulupinar
An der Küstenstraße von Kemer Richtung Finike, einige Kilometer vor Olympos, erreicht man Ulupinar. An einem Fluss inmitten einer fruchtbaren Berglandschaft kann man hier frische Forellen essen.
Ruinen von Olympos
35 km südlich von Kemer, Richtung Finike, liegen die Ruinen der altlykischen Stadt inmitten der mediterranen Berglandschaft des Olympos Nationalparks. Gegründet im 2. Jh. v. Chr. war Olympos in der Antike eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt, die wie Phaselis auch im 1. Jh. v. Chr. von Piraten geplündert wurde. Obwohl die historischen Überreste stark verfallen sind, lohnt ein Spaziergang durch das reizvolle, von Oleander- und Lorbeerbüschen bewachsene Bergtal. Zu den antiken Sehenswürdigkeiten zählen u. a. die Ruinen einer byzantinischen Kirche und eines Dampfbades, einige Tempel sowie lykische Steinsarkophage in der Nähe des Strandes. Im Norden der antiken Stadt befindet sich ein gut erhaltenes Tor, in dessen Nähe einst der Tempel des Feuergottes Hephaistos stand.
Etwa 250 m oberhalb dieser Ruinen erreicht man Yanartaş – die flammen von Chimaira, die man am besten zur Dämmerung besucht. Gespeist von unterirdischen Gasquellen brennen sie seit der Antike (schon Homer berichtet in der Ilias davon) an unterschiedlichen Stellen des Berges. Der griechischen Mythologie zufolge sollte hier Bellerophon, der Sohn des korinthischen Königs, das Feuerspeiende Ungeheuer Chimaira töten, das Lykien bedrohte. Auf seinem geflügelten Pferd kämpfte der Held gegen das Ungeheuer mit Ziegenkörper, Löwenkopf und dem Schwanz einer Schlange, dessen Flammen heute noch brennen.
Entfernung nach Olympos von
Antalya: Ca. 76 km
Belek: Ca. 100 km
Side: Ca. 150 km
Kas: Ca. 108 km
+ MEHR ANZEIGEN